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Einleitung 

Phishing-Mails sind eine der häufigsten Methoden, mit denen Cyberkriminelle versuchen, sensible Informationen zu stehlen oder Schadsoftware zu verbreiten. Obwohl viele Menschen das Risiko von Phishing kennen, gelingt es Angreifern immer wieder, selbst erfahrene Nutzer zu täuschen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was Phishing ist, wie es funktioniert, wie Sie Phishing-Mails erkennen und wie Sie Ihr Unternehmen vor diesen Bedrohungen schützen können. 

Was ist Phishing und wie funktioniert es? 

Phishing ist eine Betrugsmethode, bei der Angreifer durch gefälschte E-Mails oder Websites persönliche Informationen wie Passwörter und Kreditkartennummern erlangen wollen. Der Begriff ‚Phishing‘ leitet sich von ‚Fishing‘ ab, da die Angreifer ‚fischen‘ und darauf hoffen, dass jemand auf den Köder hereinfällt. 

Typischerweise erhalten die Opfer eine E-Mail, die scheinbar von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, wie einer Bank oder einem Online-Dienst. Diese E-Mails sind oft täuschend echt gestaltet und fordern das Opfer auf, einen Link zu klicken und persönliche Daten einzugeben oder eine angehängte Datei zu öffnen, die Schadsoftware enthält. Die gefälschten Websites sehen oft genauso aus wie die echten und zielen darauf ab, vertrauliche Informationen zu stehlen. 

Phishing kann auch über SMS (Smishing), Telefonanrufe (Vishing) oder soziale Medien erfolgen. Angreifer nutzen immer raffiniertere Methoden, um ihre Opfer zu täuschen. 

 

Woran erkennt man Phishing-Mails?  

Phishing-Mails lassen sich anhand verschiedener Merkmale erkennen, die auf den ersten Blick nicht immer offensichtlich sind. Hier sind einige detaillierte Hinweise, wie Sie Phishing-Versuche erkennen können: 

  1. Ungewöhnliche Absenderadresse: Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders genau. Phishing-Mails verwenden oft leicht abgewandelte Domainnamen, die auf den ersten Blick legitim wirken. Beispielsweise könnte statt „@paypal.com“ eine Adresse wie „@paypall.com“ verwendet werden. Ein genauer Blick auf die Absenderadresse kann oft verdächtige Abweichungen enthüllen. 
  1. Dringliche Sprache: Phishing-Mails erzeugen häufig einen künstlichen Zeitdruck. Sie behaupten oft, dass Ihr Konto gesperrt wird, Sie ein dringendes Problem beheben müssen oder dass sofortige Maßnahmen erforderlich sind. Diese Eile soll Sie dazu bringen, ohne gründliches Nachdenken zu handeln. 
  1. Rechtschreib- und Grammatikfehler: Viele Phishing-Mails enthalten auffällige Fehler in Rechtschreibung und Grammatik. Seriöse Unternehmen investieren in professionelle Kommunikation und ihre E-Mails sind in der Regel fehlerfrei. Häufige Fehler und unprofessionelle Sprache sind daher ein Warnsignal. 
  1. Unbekannte Anhänge oder Links: Seien Sie besonders vorsichtig mit E-Mails, die Sie auffordern, auf einen Link zu klicken oder einen Anhang herunterzuladen. Diese Links führen oft zu gefälschten Websites, die persönliche Informationen stehlen, oder die Anhänge enthalten Schadsoftware. Wenn die Nachricht unerwartet kommt oder keinen Kontext bietet, sollten Sie misstrauisch sein. 
  1. Fehlende persönliche Anrede: Legitime Unternehmen sprechen ihre Kunden meist persönlich an. Eine E-Mail, die allgemein gehalten ist und Sie mit „Sehr geehrter Kunde“ oder ähnlichen unpersönlichen Anreden anspricht, könnte verdächtig sein. Unternehmen, mit denen Sie in Kontakt stehen, haben in der Regel Ihre persönlichen Daten und verwenden diese auch. 
  1. Ungewöhnliche Aufforderungen: Seien Sie skeptisch, wenn eine E-Mail Sie auffordert, persönliche oder finanzielle Informationen preiszugeben. Seriöse Unternehmen werden niemals per E-Mail nach Passwörtern, Kreditkartendaten oder anderen sensiblen Informationen fragen. Wenn Sie sich unsicher sind, kontaktieren Sie das Unternehmen direkt über offizielle Kanäle, um die Anfrage zu überprüfen. 

 

Indem Sie auf diese Hinweise achten und verdächtige E-Mails kritisch hinterfragen, können Sie das Risiko minimieren, Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden. Auch die Nutzung entsprechender Sicherheitssoftware kann beim Schutz vor Phishing helfen. 

Wie kann ich mein Unternehmen zuverlässig vor Phishing schützen? 

Um Ihr Unternehmen zuverlässig vor Phishing zu schützen, ist ein mehrschichtiger Ansatz erforderlich, der sowohl Schulungen als auch technische Maßnahmen umfasst. Hier sind die wichtigsten Schritte, die Sie unternehmen sollten: 

  1. Schulung der Mitarbeiter: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig für die Gefahren von Phishing. Organisieren Sie Schulungen und Workshops, um ihnen beizubringen, wie sie verdächtige E-Mails erkennen können. Simulierte Phishing-Angriffe können dabei helfen, das Erlernte in die Praxis umzusetzen und die Reaktionsfähigkeit zu testen. Stellen Sie sicher, dass die Schulungen kontinuierlich stattfinden, da Phishing-Methoden sich ständig weiterentwickeln. 
  1. Technische Maßnahmen: Setzen Sie fortschrittliche Spam-Filter und Anti-Phishing-Software ein, um verdächtige E-Mails frühzeitig zu erkennen und zu blockieren. Nutzen Sie auch Technologien wie Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance (DMARC), DomainKeys Identified Mail (DKIM) und Sender Policy Framework (SPF), um die Authentizität der E-Mails zu überprüfen und Phishing-Versuche zu reduzieren. 
  1. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Implementieren Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Konten und Systeme. 2FA fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, indem es neben dem Passwort einen zweiten Identifikationsfaktor wie einen SMS-Code oder eine Authentifizierungs-App erfordert. Dies erschwert es Angreifern, auf Konten zuzugreifen, selbst wenn sie die Anmeldedaten erbeuten. 
  1. Sicherheitsrichtlinien: Entwickeln Sie klare Sicherheitsrichtlinien und -verfahren für den Umgang mit verdächtigen E-Mails. Legen Sie fest, wie Mitarbeiter Phishing-Versuche melden sollen und wie verdächtige E-Mails behandelt werden. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter diese Richtlinien kennen und verstehen. Dazu gehört auch die regelmäßige Änderung von Passwörtern und die Verwendung von sicheren, einzigartigen Passwörtern für verschiedene Konten. 
  1. Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen: Führen Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und Penetrationstests durch, um Schwachstellen in Ihrem System zu identifizieren und zu beheben. Dies hilft dabei, potenzielle Sicherheitslücken zu entdecken, bevor sie von Angreifern ausgenutzt werden können. Aktualisieren Sie Ihre Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich basierend auf den Ergebnissen dieser Überprüfungen. 

Indem Sie diese Maßnahmen umsetzen, können Sie das Risiko von Phishing-Angriffen erheblich reduzieren und Ihr Unternehmen besser schützen. Es ist wichtig, eine Kultur der Sicherheit zu fördern, in der jeder Mitarbeiter Verantwortung für den Schutz sensibler Informationen übernimmt. 

Fazit 

Phishing-Mails sind eine weit verbreitete Bedrohung, die sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen gefährden. Obwohl die Methoden der Angreifer immer raffinierter werden, können Sie durch Aufmerksamkeit und Vorsicht die Gefahr erheblich reduzieren. Erkennen Sie Phishing-Mails an Merkmalen wie ungewöhnlichen Absenderadressen, dringlicher Sprache, Rechtschreib- und Grammatikfehlern, unbekannten Anhängen oder Links, fehlender persönlicher Anrede und ungewöhnlichen Aufforderungen. 

Für den Schutz Ihres Unternehmens ist ein mehrschichtiger Ansatz entscheidend: regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter, der Einsatz technischer Maßnahmen wie Spam-Filter und Anti-Phishing-Software, die Implementierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung, klare Sicherheitsrichtlinien und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen. Indem Sie diese Maßnahmen konsequent umsetzen, fördern Sie eine Kultur der Sicherheit und minimieren das Risiko, Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden.