Ausblick: Die IT in 20 Jahren

Die IT wie wir sie heute kennen, wird in 20 Jahren vollkommen anders sein. Fragen Sie Menschen, die seit 30 Jahren mit EDV-Geräten arbeiten: Sie werden sich dem drastischen Wandel nach kurzer Überlegung sehr bewusst.

 

8000-Fache Rechnerleistung

Im Jahr 1990 waren 512 KB Speicher die Grundausstattung eines PCs. Heute geht ohne das 8000-fache, also 4GB, gar nichts mehr. Prozessoren wurden mit einer sagenhaften Leistung von 12 MHz angepriesen. Natürlich Ein-Kern Prozessoren, nicht wie heute Dual- und Quad-Core Technologien. Die Rechenleistung eines i5-Prozessors in der sechsten Generation beispielsweise ist um mehr als das 3000-fache höher. Auf nur einem einzigen Kern! 1990 war eine 20MB-Festplatte verbaut. Heute würden diese 20MB durch 3 Handyfotos gefüllt werden. Ein günstiges Smartphone hat heute einen Speicher der 800mal größer ist, nämlich 16GB.

IT-Branche entwickelt sich rasant weiter

Nach Schätzungen entwickelt sich die IT-Branche jetzt auch ca. 4mal so schnell wie in den letzten 30 Jahren. Das ist ja nicht nur in der IT-Branche so, sondern überall. Überlegen Sie mal, wann der Golf 1 erschienen ist und wieviel Zeit verging, bis der Golf 2 kam. Vergleichen Sie dann die heutige Zeitspanne von Golf 6 bis Golf 7. Das IPhone beispielsweise kam vor 10 Jahren, dieses Jahr kommt die neunte Generation, das iPhone X.

Man erkennt an diesen Zahlen ansatzweise, wie rasant sich die nächsten 20 Jahre entwickeln werden. Alles wird noch digitaler. Viele Prozesse werden automatisiert oder gar digitalisiert. Recheneinheiten und Computer werden immer kleiner, biometrische Systeme werden uns Zugänge erlauben oder verweigern, portable Geräte werden kabellos geladen. Videos können Zuhause leicht vom Smartphone  auf den Fernseher, das Tablet und Notebook gewischt und gestreamt werden. Auch für Unternehmensbereiche wird Wireless HDMI für Präsentation oder Werbeflächen interessant.

 

Der herkömmliche Computer verschwindet

Weltweit gehen IT-Experten sogar soweit, dass der Computer aus unserer visuellen Umgebung bis 2030 beinahe verschwindet. Er wird in Wänden, Tapeten und Möbeln zu finden sein, aber nicht mehr als das Gerät an sich. Roboter werden Einzug in unser Leben halten, die künstliche Intelligenz (KI) wird aller Voraussicht nach 2025 in der Lage sein, einfache Tätigkeiten im Empfangsbereich zu übernehmen.

Auch das berufliche und private Leben werden enger zusammenrücken. Die Digitalisierung wird dem Arbeitnehmer eine Vielzahl von neuen und einfachen Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten liefern. Aus dem „Home-Office“ wird also ein „Office-Everywhere“. Projektteams werden in virtuellen Konferenzen  zusammengebunden um die Kommunikation zu vereinfachen. Eine Idee ist hier die „Virtual Reality“. Per Gesichtsscan wird Ihr Gesicht in einen virtuellen Konferenzsaal übertragen.

 

Arbeit und Privates verschmelzen

Der Arbeitnehmer wird auch die Trennung von Firmen- und Privatgeräten komplett verlieren. Aus „Bring-Your-Own-Device“ (BYOD) wird „Use-Your-Own-Device-Only“ (UYODO). Durch autonome Fahrzeuge wird der Arbeitnehmer zusätzliche Zeit haben um von unterwegs zu arbeiten, da die Fahrzeit genutzt werden will.

 

Hier wird dann auch der Ruf der Datenschützer erhöht werden müssen. Der Arbeitgeber muss sich an dieser Stelle sicher sein, dass die Kundendaten beim Mitarbeiter in guter Obhut sind und nicht von Dritten entwendet werden können. Spannend wird hier sein, wie sich die Gesetzeslage dazu entwickelt. Ein erster Schritt wird im Sommer 2018 durch das Bundesdatenschutzgesetz gemacht. Doch nicht nur im Arbeitsverhältnis sondern auch privat muss sich der Mensch mehr damit beschäftigen, wo seine Daten in der Weltgeschichte kursieren. Der Staat wird immer mehr Daten seiner Bürger erheben wollen. Somit wird auch ein Eingriff in die Privatsphäre ein prekäres Thema.

 

Auch das Gesundheitswesen wird auf elektronische Helfer ausgeweitet. Von Armbändern, welche Ihre Vitalwerte erfassen bis hin zu Chips, die unter die Haut transplantiert werden gibt es verschiedene Methoden. Sie werden bereits präventiv von Ihren digitalen Helferlein zu präventiven Arztbesuchen geraten.

 

Fazit

Das Alles macht unsere Gesellschaft und unser Leben zwar einfacher, birgt aber auch negativen Seiten und Gefahren. Eine große Herausforderung wird es sein, unser Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Entwicklungen zu gewinnen. Denn manche Dienste und elektronischen Helfer werden für uns nicht nur ein Zusatz, sondern wir werden von Ihnen abhängig.