Mein Erfahrungsbericht: Umstieg von Windows auf Mac

Edmund Johanns, Geschäftsführer der Johanns IT-Management, über seinen Umstieg vom Windows-Rechner auf ein MacBook Pro.

Die erste Frage stelle ich mir selbst gleich vorweg: Wieso? Wieso verdammt nochmal habe ich diesen Schritt nicht früher gemacht?

22 Jahre arbeitete ich mit Windows Systemen. 22 Jahre geprägt von Frust, Abstürzen, Ärger und Enttäuschungen, Blue Screens und neuinstallierten Systemen, die nach paar Wochen merklich langsamer wurden.

 

Ja okay, vielleicht war es doch nicht so schlimm, aber inzwischen kann ich schon sagen, dass ich mit einem MacBook wesentlich effektiver arbeite. Vor allem mit sehr viel weniger Frust.

Weniger Frust mit MacBook

Also es ist nicht das Gerät an sich. Natürlich sieht das Gerät gut aus und ist vom Design her einfach schön konzipiert. Doch ich kann sagen: Das war nicht ausschlaggebend für meine Begeisterung. Es war das Betriebssystem MacOS, was den Unterschied ausgemacht hat. In meinen Augen ist das Betriebssystem benutzerfreundlicher und einfacher zu bedienen. Zudem ist es mir, seit dem ich es besitze, nicht ein einziges Mal abgestürzt oder hat irgendwelche Probleme aufgezeigt. Das Zusammenspiel aus iPhone und iPad funktioniert dank der iCloud hervorragend. Da ich viel unterwegs bin und meine Daten auf allen Geräten benötige, ist die iCloud unglaublich hilfreich für mich. Dank Office 365 und deren Apps aus dem Apple Store ist das produktive Arbeiten mit Office überhaupt kein Hindernis mehr.

 

ERP-Programme und spezielle Software

Manche werden sich jetzt fragen: Was ist denn mit meinem ERP-Programm oder branchenspezifischer Software?

Auch hier muss ich sagen, dass es für mich kein Problem ist. Auch wir setzen in unserem Unternehmen spezielle Software wie Warenwirtschaftsprogramme, Ticketsysteme und Dokumentenmanagementsoftware ein. Natürlich muss ich mit all diesen Programmen arbeiten, auch wenn diese nur von Windows unterstützt werden. Daher haben unsere Techniker mir eine virtuelle Maschine mit Windows auf unserem Firmenserver eingerichtet. Arbeite ich nun in meinem Büro, greife ich mittels RDP-Sitzung darauf zu. Von unterwegs baue ich eine VPN-Verbindung auf und starte dann die RDP-Sitzung. Mir fehlt das Windows System also nicht wirklich. Es ist zwar da, aber nicht als primäres Betriebssystem, sondern nur als Unterstützer für mit MacOS inkompatibler Software.

 

Mac Software teurer als bei Windows?

Manche bringen ja als Argument, dass man für MacOS viele teure Software-Produkte kaufen muss, um wirklich damit etwas arbeiten zu können. Ich kann diesem Argument nicht folgen. Die Office Apps gibt es kostenlos und die meisten Apps kosten, wenn sie überhaupt etwas kosten, nur ein paar Cent. Für die richtigen Apps zu finden muss man ein wenig suchen. Zum Beispiel das Bearbeiten von Bildern und Videos nutzte ich CorelDraw unter Windows. Das waren ein paar hundert Euro für die Softwarelizenz. Auf dem MacBook nutze ich Affinity, was mich nur 60€ kostete. Und meiner Meinung nach ist das Arbeiten mit diesem Programm schneller und effektiver.

 

So gewöhnt man sich an Mac

Natürlich gab es auch eine Umgewöhnungsphase. Nach ein zwei Wochen hat man den Dreh aber raus. Softwareinstallationen oder der Umgang mit der Datei- & Festplattenverwaltung. Das eingeben eines Backslash-Zeichens hat mich am Anfangs am stärksten behindert. Nach der Eingewöhnungsphase jedoch, hatte und habe ich bis jetzt wahre Freude an dem Gerät.

Was mich immer bei Windowssystem genervt hat, war der Aufwand um das System aktuell zu halten. Ständig Systemupdates die konfiguriert wurden bei Herunter- & Hochfahren des Gerätes. Treiberupdates für Grafikkarten mussten separat installiert werden. Dann zerschießt sich einer Treiber und man kann auf Fehlersuche gehen. Beim MacBook hab ich das bisher nicht erlebt und bin zuversichtlich, dass das auch so bleibt. Ich muss mir in dieser Hinsicht einfach keinerlei Gedanken machen.

 

Backups mit Time Machine

Am meisten Liebe ich jedoch die Time Maschine. Dadurch wird Backup ein Kinderspiel und trotz unterschiedlicher Datenversionen kein Problem. Für mich eine faszinierende Backuplösung ohne Zusatzkosten.

 

Fazit

Also Alles in Allem ein für mich gelungener Wechsel. Man muss nur über seinen Schatten springen und das etwas unbekannte auch mal wagen. Ich hoffe meine Erfahrungen helfen Ihnen weiter.